Home | Impressum | Kontakt | Info | Sitemap verlinken, Newsletter, als Startseite, Favorit, empfehlen, Musik, Banner, Fotos, Hintergrundbilder, Bildschirmschoner, Grußkarten, Gästebuch, Linkpartner
 
copyright orth-haus.com Bonn Alt-Tannenbusch Paulusplatz  
 
  Santa Maria - Berichte über Sehenswürdigkeiten, Vulkane, Historie, Flora und Fauna, Klima, Vulkanausbrüche, Emigranten und große Gastfreundschaft.
Bilder von Scrimshaw, Cafe Sport, Kunsthandwerk, Brandungsschwimmen, Wandertouren, Fiestas, Imperios, Touradas, Kochen im Vulkan, Kraterseen und Wasserfällen.
Peter J. Orth, privat, unabhängig und neutral - da weder Veranstalter noch Vermieter - ist Kenner der Azoren. Er liebt Blumenparadiese und die Gastfreundschaft ihrer Bewohner.


Startseite
Azoren - Inseln
Azoren - Infos
Azoren - Suche
Azoren Angebote
Azoren News

Santa Maria

 


 Azoren News

 Santa Maria
22.07.2008 | 20:05 Uhr   News drucken

Santa Maria


        
Santa Maria

Santa Maria - Das Ersatzquartier

Casa …..

Über drei Wochen Azoren liegen hinter uns.
Es begann, wie üblich, mit einer Übernachtung in Ponta Delgada – ach wie hast du dich verändert, Yachthafen, Brücke für Kreuzfahrer, Hochhäuser, Hotels….
Die Zeiten, wo ich noch an der U-Boot Sperre aus dem zweiten Weltkrieg festmachte, sind wohl endgültig vorbei.
Am nächsten Tag nach Graciosa. Viel hat sich hier nicht verändert. Was auffiel waren die vielen zerfallenen Häuser und unbearbeiteten Weinfelder. Schade.
Die Deutsche Kolonie bleibt größtenteils lieber unter sich. Dass sich durch diesen Internetauftritt weitere Touristen für Graciosa interessieren könnten, sah man nicht überall gerne. Auf meine Frage, wie sie denn auf die Azoren und speziell Graciosa aufmerksam wurden, antwortete man mir (Namen will ich bewusst nicht nennen) man habe einen alten fast noch handgeschriebenen Reiseführer gefunden… Die Antwort auf die Frage: Unterschied zwischen Reiseführer und Internet blieb man schuldig. Als ein anderes Ehepaar hörte, dass wir uns vielleicht auf den Azoren niederlassen wollten, erzählten Sie uns von 2 Grad kalten Nächten. Das erzählte man mir, wo ich doch schon 2 Jahre zu einem Zeitpunkt auf den Azoren gelebt hatte, als noch keiner von denen an ein Leben auf den Azoren dachte.
Zum Teil lebten die Paare sehr alternativ. Als es um eine Behandlung ging, war der Preis dann wieder exklusiv deutsch.
Unsere Gastgeber und ein thüringisches Ehepaar, die ein Ferienhaus auf Graciosa haben, waren ausgesprochen gastfreundlich.
Die Woche ging schnell vorüber und wir freuten uns auf eine Insel, wo es in Lokalen frischen, atlantischen Fisch geben würde und die den frischen Fisch nicht ins Ausland verkaufen und selbst tief gefrorenen Fisch servieren.
Es hatte sich doch so einiges verändert.
Inselhüpfen – mit sieben Stunden Zwischenstopp auf Terceira – ging es nach Pico.
Pico hat eine positive Entwicklung genommen. Neue Straßen, Ringleitung rund um die Insel, gepflegte zig Kilometer Blumenalleen, Meeresschwimmbäder, neue Aussichts- und Grillplätze, neue Museen, Wegweiser und die Gastfreundschaft vergangener Tage.
Die deutsche Kolonie aufgeschlossen und gastfreundlich. Danke an Alle.
Wir kommen wieder – Ihr wisst schon, wie wir das meinen und wir freuen uns darauf.
Von unserem wundervollen Quartier hatten wir einen Blick, wie in einem Traum – über das blaue Meer zur Insel Sao Jorge. Die Woche verging wie im Fluge.
Weiter ding es - eine Woche Terceira.
Terceira hat sich sehr verändert. Zu meiner Zeit – als ich vor 20 Jahren hier lebte – fuhr man über die Küstenstrasse rund um die Insel von Dorf zu Dorf. Heute hat man das Gefühl, es ist ein Straßendorf rund um die Insel. Da wir ein wundervolles Quartier hatten, mit einem liebenswerten Gastgeber und einer reißenden Deutschen, die vor 7 Jahren hier im Urlaub den Mann ihres Lebens traf, war unser Urlaub ein weiteres Mal bereichert worden.
Dies entschädigte, für die uns zu volle Insel (5 Mal so viele Einwohner pro Quadratkilometer wie auf Pico). Weiter ging es zu meiner Favoriten Insel vergangener Tage – Santa Maria.

Namen lasse ich weg, denn der Veranstalter hat in der Zwischenzeit entsprechend reagiert. Bin gespannt, ob die Casa …. weiter im Programm bleibt.
Ich berichte einfach einmal chronologisch. Gastfreundschaft und …. liegen dicht beieinander.

Der gestrige Tag, der 19.07.2008:
Am Flughafen von Santa Maria empfing uns der Chef der Leihwagenfirma Ilha do Sol – Herr Jaime de Fiqueiredo Carvalho und übergab uns den Leihwagen. Perfekt.
Da Jaime ein alter Freund von mir ist, bat ich ihn – lt. Angaben des Veranstalters– Frau A… anzurufen. Es lief das Fax – über Stunden – mehrere vergebliche Versuche durch Jaime – schließlich fuhr Jaime mit uns zu der Adresse. Verschlossen.
Jaime sagte mir wo er ungefähr Casa… vermute, er hätte aber noch nie etwas davon gehört.
Wir fuhren also mit voll beladenem Auto auf gut Glück los.
Kein Hinweis, kein Schild, nichts.
Wir bogen hinter der Kirche in Santo … links ab und folgten über Kilometer dem besseren Feldweg. Ab und an tauchten rechts und links traditionelle Häuser auf – kein Hinweis.
Nach ca. 3 Kilometern, standen wir vor einem Haus in dem schon ca. 15 Personen, incl. Kinder wohnten.
Am Haus sah ich ein kleines Tourismuszeichen. Ich fragte nach Casa …. Antwort: wir sind von einer anderen Insel und Casa … würden sie nicht kennen. Auf meine Frage, wie denn dieses Haus hieße, nannten sie mir einen anderen Namen, den ich nicht behalten habe.
Wir fuhren weiter. Nach 2 Kilometern trafen wir Bauarbeiter und fragten nach Casa …. Die Arbeiter sagten die ganze Gegend hier hieße so.
Nun war guter Rat teuer. Wir fuhren weiter. Nach einem weiteren Kilometer – immer einsamer – kehrten wir um. Wir kramten aus dem untersten Koffer – auf offenem Feldweg, die vorsorglich in Deutschland erstellten Kopien mit den aus dem Internet kopierten Bildern hervor und begannen auf dem Rückweg jedes Haus mit dem Internetbild der Casa … zu vergleichen. Nach langem Suchen, immer noch voll beladen mit Gepäck, ohne Quartier, standen wir wieder vor dem Haus mit den 15 Personen, verglichen mit unserem Bild – tatsächlich das musste es sein. Aber hierin wohnten schon 15 Personen. Eine Aufnahme dieses Zustands, ein Haus mit 15 Personen zu fotografieren, verbot sich aus Anstandsgründen. .
Nach langen Gesprächen – in einer fremden Sprache – wurde der Besitzer ausfindig gemacht und angedeutet: er komme bald und hätte ein anders Quartier für uns.
Es dauerte und dauerte. Es wurde später Nachmittag. Der Besitzer kam mit einem Pickup und Matratzen auf der Ladefläche. Uns schwante Böses.

Er deutete uns an, zu folgen, er habe ein anderes Haus und hielt vor steilen Treppen.
Bilder des folgenden Vorgangs:
Am Eingang empfing uns Prüll, oder als ob jemand für den Sperrmüll ausgemistet hätte.
Daran mussten wir vorbei um zu einer zweiten Wohnung im Haus zu gelangen.
Es roch überall – was ist die Steigerung von muffig? – mit Möbeln wie vom Sperrmüll.
Unzumutbar.
Die Ehefrau des Besitzers telefonierte mit ihrer Tochter auf einer andern Insel – um uns in Englisch von einer andern Insel aus zu berichten, das Casa …, wenn die vielen Personen ausgezogen seien, für uns wieder verfügbar sei. Ein Blick in die Zimmer, die nicht nur durch die vielen Personen total verwohnt aussahen, trieb uns eilig zu unserem Freund Jaime zurück, denn nur der konnte uns in dieser Situation und mit seinen Ortskenntnissen helfen.
Er war nicht zu Hause. Samstagabend.
Immer noch kein Quartier.
Wir gingen auf Hotelsuche.
Don Pedro besetzt. Ein weiteres Haus ebenfalls besetzt. Ein weiteres geschlossen. Die Namen haben wir uns natürlich nicht gemerkt.
Zurück zu Jaime.
Er war da.

Jaime telefonierte erneut mit A… – immer noch lief das Faxgerät. Dann die Suche nach einer Unterkunft. Er fand ein Apartment im Mar e Sol in Praia. Wo wir nun sind.
Es ist zwar nur ein Apartment mit einem Zimmer weniger, aber die wohl beiderseitig beste Lösung für diese Woche.
Als Selbstversorger konnten wir abends spät noch einkaufen, sitzen hier mit geöffneten Koffern, vielen Lebensmitteltüten, halb ausgepackten Computerunterlagen usw..
Zurzeit noch etwas chaotisch. Um sinnvoll auf Santa Maria arbeiten zu können – Bilder und Berichte für das Internet www.azoren.at - müssen wir auspacken und können uns einen weiteren Tag Verlust, durch einen erneuten Umzug – nach dem wir schon Gestern verloren haben – nicht leisten.
Da wir den Voucher zugunsten der Casa … weder abgeben konnten, noch abgeben haben,
dürfte es keine Schwierigkeit sein, den Voucher mit Mar e Sol abzurechnen zu dieser Zeit, in der ich die Mail schreibe, ist die Rezeption noch nicht geöffnet.
In der Zwischenzeit ist Alles azoreanisch freundlich geregelt.

Mittlerweile ist Dienstag, ich war im Atlantik schwimmen, die Sonne vertreibt die Wolken und ich freue mich auf die erneute Begegnung mit Gertrude, die ich Samstag im Supermarkt wieder traf und die sich noch an die Farben der beiden Pullover erinnerte, die sie uns vor 20 Jahren gestrickt hatte. Sie konnte sich noch an den auf gestickten Namen mit dem Kussmund Swan of Bonn erinnern. Und die Begegnung mit Max, der mich fragend ansah, auf mich zeigte und mir in die Arme fiel. Nach 20 Jahren. So hatte ich Santa Maria in Erinnerung.
Gestern versuchte ich Joe in Maia zu treffen, der nachdem er aus Kanada zurückgekehrt war, ein Lokal in Maia eröffnete. Damals wollte er uns nichts zu Essen machen, Erst als seine Schwester – auf der anderen Straßenseite – Brot gebacken hatte, servierte er ein köstliches Mal. Ohne Brot wäre das für ihn damals unvorstellbar gewesen. Leider sei Joe vor einiger Zeit verstorben, erzählten uns die neuen Pächter.
Ich höre die Reinemachefrauen im Nebenzimmer. Ich will Schluss machen.
Neue Abenteuer warten auf uns.

Peter J. Orth



Santa Maria
 
Santa Maria



vorige News Zur Azoren Startseite



Texte und Bilder dieser Webseite dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung von Peter J. Orth anderweitig verwendet werden.


  Event Location Rheinland Kunstverein Diaschau Video Webcam Portrait Foto Vermietung Bonn Azoren Sehenswürdigkeiten