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  Azoren: Garen & golfen - Berichte über Sehenswürdigkeiten, Vulkane, Historie, Flora und Fauna, Klima, Vulkanausbrüche, Emigranten und große Gastfreundschaft.
Bilder von Scrimshaw, Cafe Sport, Kunsthandwerk, Brandungsschwimmen, Wandertouren, Fiestas, Imperios, Touradas, Kochen im Vulkan, Kraterseen und Wasserfällen.
Peter J. Orth, privat, unabhängig und neutral - da weder Veranstalter noch Vermieter - ist Kenner der Azoren. Er liebt Blumenparadiese und die Gastfreundschaft ihrer Bewohner.


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Azoren: Garen & golfen

 


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 Azoren: Garen & golfen
21.10.2008 | 12:46 Uhr   News drucken

Azoren: Garen & golfen


        
Azoren: Garen & golfen

Azoren: Garen & golfen
von Claudia Bette-Wenngatz
Noch liegen die Azoren im touristischen Dornröschenschlaf. Doch das wird sich bald ändern: Die Inseln im Atlantik sollen zum Treffpunkt der Golfer aus den USA und Europa werden. Die Pläne für das neue Azoren-Hoch sind groß: In den nächsten Jahren sollen zu den bereites bestehenden drei weitere Golfplätze hinzukommen.

Wenn frühmorgens zwischen sechs und sieben Uhr Menschen mit Kochtöpfen durch den Ort Furnas auf der Insel Sao Miguel eilen, steckt dahinter weder ein geheimes Ritual noch eine Festvorbereitung. Es ist schlicht eine Frage der Zeit: Wer mittags ein deftiges Mahl mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder Wurst genießen will, muss morgens seinen Topf rechtzeitig zum Lagoa das Furnas bringen, ihn in ein nummeriertes Erdloch mit dampfender Schwefelhitze stellen – und nach sechs Stunden ist das Essen fertig. Hier im Osten der Hauptinsel der Azoren zischt und raucht es aus den Erdlöchern, der Vulkankrater ist sehr aktiv – und macht Furnas nicht nur zu einem kostengünstigen Kochplatz, sondern auch zum attraktiven Kurort mit zahlreichen Thermalquellen.

Während der Eintopf noch gart, haben Golfer Zeit für eine Runde auf dem Campo de Golfe das Furnas (Par 72), der ganz in der Nähe bis auf 500 Meter Höhe ansteigt. Die Fairways sind eingegrenzt von altem Baumbestand, einige Seen und kleine Grüns erfordern ein genaues Spiel. Der ursprüngliche 9-Loch-Platz von MacKenzie Ross aus dem Jahr 1936 wurde 1992 um weitere neun Löcher ergänzt durch die britischen Golfarchitekten von Cameron Powell Associates: Ihnen ist es gelungen, zahlreiche japanische Sicheltannen, die bereits im 19. Jahrhundert auf den Azoren eingeführt wurden, sinnvoll in den Course zu integrieren.

Bedeutend jünger der Campo de Golfe da Batalha (Par 72), 1996 von Cameron & Powell erbaut, an der Nordküste von Sao Miguel gelegen. Die 27-Loch-Anlage, eingerahmt von Hortensien, Azaleen und Drachenbäumen, gehört zu den größten Portugals, ist jährlicher Austragungsort der Azores Open. „Durch das ganzjährig milde, vom Golfstrom beeinflusste Klima können die drei Golfplätze der Azoren, zwei auf Sao Miguel und die 18 Löcher-Anlage auf der Insel Terceira, das ganze Jahr über bespielt werden,“ erklärt Pilar Antunes, Marketing-Managerin der „Azores Golf Islands“ im 3 000 qm großen Klubhaus, in dem die wenigen Besucher ziemlich verloren wirken.

Viel Betrieb und enge Abschlagzeiten sind Fremdworte auf einem Platz, der sich als gelungene Mischung aus küstennahem Links- und Parklandcourse erweist. Das könnte sich ändern: An der Batalha-Anlage sind ein Luxushotel, Villen und Apartmentanlagen geplant, sagt Pilar. Für das Management der Golfanlagen wurde die renommierte amerikanische Company Troon Golf engagiert. Denn Ziel sei es, die Azoren zu einem Treffpunkt der Golfer von Nordamerika und Europa zu machen.

Noch aber liegt der Archipel im touristischen Dornröschenschlaf: neun Inseln verstreut in der Weite des Atlantiks, rund 1 500 Kilometer westlich des portugiesischen Mutterlandes und 3 600 Kilometer entfernt von der amerikanischen Küste. Heinrich der Seefahrer hatte sie vor fast 600 Jahren entdeckt, auf der Suche nach neuen Ufern Richtung Westen. Und er hatte sie nach Habichten, den Acores, benannt, die ihm angeblich den Weg wiesen in das Inselparadies der dunklen Vulkanberge, der tiefgrünen Wälder und saphirblauen Kraterseen, der hellen Sandstrände und steilen Felsküsten.


Eine Sleeping Beauty, die „National Geographic“ im vergangenen Jahr zur zweitschönsten Inselgruppe der Welt – nach den Faröer – gewählt hat: aufgrund des intakten Ökosystems und der sozialen und kulturellen Integrität. Auf den Inseln leben Menschen, die wie früher die Schätze des Meeres noch mit selbstgeknüpften Netzen bergen, die Kunsthandwerk aus Fischschuppen und Feigenbaummark fertigen und deren Gastfreundschaft so tief verwurzelt ist wie ihre Religiosität und ihre Liebe zur Heimat, deren Schönheit offensichtlich ist: fruchtbare Vegetation auf dunklem Lavaboden, weiße Häuser vor blassblauem Himmel, Naturschwimmbecken mit klarem Meerwasser inmitten von schwarzen Felsen, ein Meer von babyblauen Hortensienblüten und meterhohe Farnen.

Angra del Heroismo auf der Insel Terceira, die wohl schönste Stadt der Azoren und heute neben Sao Miguel und Faial eines der drei Regierungszentren der seit 1976 autonomen portugiesischen Inselregion, punktet mit Prachtbauten aus Renaissance und Barock. Beim letzten großen Erdbeben von 1980 wurden sie stark beschädigt, jedoch vorbildlich wieder aufgebaut, drei Jahre später wurde Angra zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Über 50 Festungen hat die Insel Terceira, die vor den zahlreichen Piratenangriffen schützen sollten. Eine der imposantesten wurde vor kurzem in die Pousada de Angra de Heroismo umgewandelt, ein Hotel, das Francisco Cunha aus Angra mit modernen Designmöbeln ausgestattet hat.

Der junge ideenreiche Insulaner, der vorwiegend mit lokalen Materialien – viel Holz und Leder – arbeitet, entwarf auch die Inneneinrichtung im neuen Klubhaus des Terceira Island Golf Clubs. Auch hier hat Troon Golf seit kurzem die Leitung übernommen. Obwohl die Spieler überwiegend Inselbewohner sind, macht die 18-Löcher-Anlage einen äußerst professionellen Eindruck. „Wir auf den Azoren sehen die Entwicklungspläne als ein Geschenk des Himmels an“, erklärt Carlos Martins, Geschäftsführer von „Azores Golf Islands“. „Denn sie bringen uns das erste luxuriöse Golfresort auf den Inseln – und einen touristischen Aufschwung.“

Die Pläne für das neue Azoren-Hoch sind groß: In den nächsten Jahren sollen drei weitere Plätze gebaut werden. 2009 beginnen die Arbeiten an 18 Löchern auf der bei Transatlantikseglern sehr beliebten Insel Faial, von Greens und Fairways wird man auf die Hafenstadt Horta und auf den Atlantik schauen, wo sich vor der Küste Schwärme von Walen und Delfinen tummeln. Weitere 18 Löcher sind auf der Nachbarinsel Pico inmitten von Lavafeldern mit Blick auf den mit 2 351 Metern höchsten Azorenberg Pico und fruchtbare Weinberge geplant. Und 2010 baut die Regierung einen 18-Löcher-Course auf der ältesten Azoreninsel Santa Maria, die die schönsten Sandstrände hat. Der Architekt ist kein Geringerer als Nick Faldo.




 



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